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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Mit 12.000 Punkten wurde die wichtige Marke beim Deutschen Aktienindex geknackt und Anschlusskäufe folgten. Zahlreiche Banker und Analysten reiben sich verwundert die Augen, rechneten etliche davon mit einem Crash. Dieser kommt bekanntlich nie auf Ansage. Jetzt könnte es sogar einen „Crash“ nach oben geben. Der Druck auf die Nichtinvestierten steigt, denn etliche Investoren sitzen auf hohen Bargeldbeständen und haben den Zug bisher verpasst. Sie müssen eine Entscheidung treffen und springen immer häufiger auf den Börsenexpress. Ein wichtiges Beispiel dafür ist auch Blackrock, der größte Vermögensverwalter der Welt. Unglaubliche 6 Billionen USD verwalten die Amerikaner für ihre Kunden. Allein im letzten Quartal konnte ein Mittelzufluss von 65 Mrd. USD verbucht werden. Diese Liquidität sucht nach sinnvollen Lösungen. Zuletzt wurde noch verstärkt im Anleihesektor gekauft. Das soll sich ändern, durch die jüngste Rallye rückt der Aktienmarkt in den Fokus. Bei diesen Geldmengen wirken sich die Investmententscheidungen pro Aktie in den kommenden Monaten unterstützend und kurstreibend aus. Wir bleiben ebenfalls dabei, auch wenn es bei kurzfristigen Überhitzungen den berühmten Schritt zurück, geben muss.

Sorgenfalten bei Edelmetallen

Während Öl im Gleichschritt mit den Aktienkursen wie erwartet mithalten konnte, driften die Preise für Gold und Silber in die Gefahrenzone. Bei Gold geht es schon ums „Überleben“, bei Silber ist trotz des Rutsches noch nichts angebrannt. Auf dem derzeitigen Niveau müssen die Kurse nach oben drehen, sonst haben wir die mögliche Aufwärtsbewegung vorerst zu den Akten gelegt. Wir halten so oder so aus Streuungsgesichtspunkten, der Gelddruckerei seitens der Notenbanken und der historisch moderaten Preise an dieser Anlageklasse fest. Der nächste Angriffsversuch nach oben kommt bestimmt, jetzt wird es unter Umständen eine Frage der Zeit sowie Geduld.

Bund Future zieht wieder an

Ohne erkennbaren Grund werden immer wieder Anleihen gekauft, die keine Rendite abwerfen. Es ist ein perverses Spiel. Am Terminmarkt können Spekulanten natürlich von einem steigenden Bund Future profitieren. Auf der anderen Seite werden mit diesen Käufen die Zinsen künstlich niedrig gehalten, damit die Schuldenorgie ihre Fortsetzung feiern kann. Wir können vorerst nur weiter zuschauen.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

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