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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Wir alle sitzen gemeinsam in keinem Kino und vor unseren Augen spielen sich Szenen ab, wie in einem Science-Fiction-Film. Vor Wochen hätte das niemand für möglich gehalten, solche Einschränkungen gab es zuletzt während des 2. Weltkrieges. Zuerst haben wir das Virus komplett unterschätzt und jetzt soll dieser Fehler mit überbordendem Aktionismus ausgebügelt werden. Die Nerven liegen verständlicherweise in jeder Beziehung vollkommen blank und alle Handlungen werden fast nur noch von Panik geprägt. Genau jetzt muss deswegen ein klarer Kopf her. Dabei helfen Muster aus der Vergangenheit und ein Blick auf die Zeit nach dieser Krise sowie Richtung Asien. Die Menschheit hat schlimmere Pandemien überlebt, die alle nicht in einer Weltwirtschaftskrise geendet sind. An den Märkten stellten die aus Angst getätigten Ausverkäufe einmalige Einstiegsgelegenheiten dar. Wir haben keine Strukturkrise, sondern eine Stimmungskrise. Selbstverständlich werden wir einen hohen wirtschaftlichen Schaden erleiden. Die Politik hat sich dafür entschieden, dass gesamte Leben Richtung Null zu fahren, anstatt nur die Risikogruppen zu schützen. Bei dieser Entscheidung hätte ich nicht in deren Haut stecken müssen. Parallel wäre das Schließen der Börsen ein Muss gewesen. So baden wir das Ganze jetzt in einer größeren Dimension aus. Die Chinesen reagierten konsequenter und stehen nur mit einem Minus von 15 Prozent da. Um die ökonomischen Folgen zu mildern, arbeiten derzeit alle Notenbanken und Regierungen an einem gigantischen Maßnahmenpaket. Dieser Umfang macht Mut und hat das Potential für ein kleines Wirtschaftswunder für die Zeit nach der Krise. Zudem können wir häufiger positive Neuigkeiten aus Asien vernehmen. Die Zahl der Neuerkrankungen geht immer weiter zurück, die Produktion wird Schritt für Schritt hochgefahren und der Alltag kehrt langsam wieder ein. In 4 bis 8 Wochen wird dieses Szenario bei uns ebenso möglich. Verkäufe machen auf dem derzeitigen Niveau keinen Sinn mehr, unendlich viele schreckliche Nachrichten sind eingepreist, aber noch überhaupt keine positiven. Den genauen Tiefpunkt wissen wir wie immer erst im Nachhinein. Sind wir demnächst durch das ganze Tal der Angst gekrochen, wird die Börse zuerst Lichtblicke mit steigenden Preisen honorieren. Nach einer Bodenbildung bleiben wir auf der Käuferseite. Entwicklungen der kommenden 6-12 Monate werden dann vorweggenommen. Nach der Pleite von Lehman und der Schweinegrippe war der Pessimismus genauso schwarz wie heute. Der Weltuntergang wurde überall prophezeit. Im Anschluss setzten die Märkte zu einer atemberaubenden Rallye an.

Nur Gold behauptet sich

Aus Angst vor einer schweren Wirtschaftskrise befinden sich Öl, Silber und alle anderen Industriemetalle im Sinkflug. Der Verlauf wird, dem der Aktienmärkte gleichen. Nach dem Ausverkauf wird eine schrittweise Erholung erfolgen. Die Panik machte auch vor Gold keinen Halt. Insgesamt ist es aber die einzige Anlageform, die auf kürzere Sicht noch ein Plus aufzuweisen hat. Wir halten an  Rohstoffen fest.

Bund Future verliert ebenfalls

Alles wird in Frage gestellt. So geht es ebenso den Bundesanleihen an den Kragen. Von 178 bis auf jetzt 169 Zähler wurde das Zinsbarometer durchgereicht. Unsere Anlage, die auf steigende Zinsen setzt, profitiert nach einer Ewigkeit davon. Zur Depotstreuung macht diese Investition weiterhin absolut Sinn.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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