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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Es war vorerst ein kurzes Gastspiel des Deutschen Aktienindex oberhalb der Grenze von 13.000. Die überfällige Pause hat begonnen. Auf diese Notwendigkeit habe ich immer wieder hingewiesen. Nur so kann ein Trend gesunden, im Anschluss fundiert auf neue Rekordjagden gehen. In der jüngsten Vergangenheit hatten sich die größten Übertreibungen bei den amerikanischen Technologieaktien aufgebaut. Dort gibt es auch den deutlichsten Korrekturbedarf. Zum Beispiel lieferte Intel geniale Geschäftszahlen ab, wurde aber trotzdem mit einem Kursrückgang von über 20 Prozent bestraft. Ähnliche Verläufe begleiten uns in den kommenden Tagen. Unseren DAX kümmern diese Extreme bisher wenig. Trotzdem bleibt der heimische Index auf dem hohen Niveau bei entsprechender Nachrichtenlage anschlagsfällig. Unter technischen Gesichtspunkten, wäre das normale Korrekturrisiko bis 12.000 Punkte zu veranschlagen. Nur ist die Normalität aufgrund der bekannten Problematiken fast komplett außer Kraft gesetzt. Auf der einen Seite steht die permanente Gefahr zweiter Lockdowns, demgegenüber wird krampfhaft an allen Fronten nach einem Impfstoff geforscht. Dieses Tauziehen stellt uns vor eine der größten Zerreißproben in der Börsengeschichte. Einen nochmaligen Lockdown würde die Wirtschaft nicht verkraften, das Niveau der Aktienkurse wäre dafür auch viel zu hoch. Die Politik muss wirklich alles! versuchen, um dieses Szenario zu vermeiden.  Seit geraumer Zeit wetten die Märkte auf eine wirksame medizinische Lösung. Dabei wird längst auf das Jahr 2021 geschaut. Monetär geben alle Institutionen Vollgas, um das System, den Kapitalismus zu retten. Mit diesem Spagat müssen wir noch einige Zeit klarkommen. Dafür gibt es kein Patentrezept. Die breite Streuung der Depots, das Setzen auf verschiedene Anlageklassen sowie der Aufbau einer Barreserve sind die einzigen Mittel, diese riesengroße Herausforderung bestmöglich zu überstehen.

Die Trends beschleunigen sich

Gut, besser, Edelmetalle, so lassen sich die letzten Handelstage kurz und knapp zusammenfassen. Gold steht vor der 2.000 USD-Marke und erreicht den alten Rekord. Wann kommt die Pause? Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt dafür. Um die magische Grenze zu überbieten, brauchen wir Anlauf. Der Schritt zurück ist die Voraussetzung dafür. Natürlich können neue Hiobsbotschaften den Trend beim Krisenmetall weiterhin befeuern. Eine Korrektur wird aber so oder so kommen. An meinem Langfristziel von 3.000 USD, gibt es nichts zu rütteln. Bei Silber gab es den angekündigten Befreiungsschlag. Unter 20 USD hatte sich viel Kaufkraft aufgebaut. Diese wurde nun entladen. Jetzt schaue ich nach oben und halte 35 bis 40 USD für möglich. Auch diesen Bereich werden wir nicht von heute auf morgen erreichen. Rückschläge begleiten uns auf diesem Weg. Öl bleibt stabil, viele Investoren setzen auf die erfolgreiche Eindämmung des Virus.

Zinsen im Sinkflug

Zuletzt wurden verstärkt Anleihen gekauft. Den Bund-Future hievte dieses Verhalten über 177 Zähler. Unsere Umlaufrendite bezogen auf 1 Jahr befindet sich bei -0,5 Prozent p.a. Die sicherheitsorientierten Anleger bleiben im Regen stehen und das wird bei der heutigen Notenbankpolitik noch eine ganze Weile so bleiben.

In eigener Sache

Liebe Leser, liebe Kunden, ich werde vom 03.08. bis 14.08.2020 im Urlaub verweilen. In dringenden Fällen können Sie mich telefonisch erreichen. Die nächste Kolumne erscheint am Mittwoch, den 19.08.2020. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine angenehme und vor allem gesunde Zeit, Ihr Sören Weigelt.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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