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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Die Aktien der alten Ökonomie konnten den Minicrash der Werte aus dem Bereich der Hochtechnologie diesseits und jenseits des Atlantiks ordentlich wegstecken. Damit meisterte unser wenig technologielastiger Deutscher Aktienindex diese Phase überdurchschnittlich gut. 13.000 Zähler wurden schnell zurückerobert, die Seitwärtsbewegung fortgesetzt. Etliche Dividendentitel aus den klassischen Sektoren, wie Maschinenbau, Chemie, Transport, Automobile, Rohstoffe sowie Handel dümpeln auf niedrigem Niveau, weit entfernt von den historischen Höchstkursen. Hier liegt jetzt die Herausforderung, aber auch eine hervorragende Chance. Im Idealfall würde nun eine Branchenrotation eintreten. Die überbewerteten Hightech-Titel werden Stück für Stück zurückgestuft, die Old-Economy schließt die große Lücke nach oben. Am deutschen Aktienmarkt schrumpfte der Tagesumsatz zuletzt auf 2,15 Milliarden Euro. Damit lässt sich noch kein Blumentopf gewinnen oder ein neuer Trend etablieren. Mit dem Seitwärtsgeschiebe erhöhen sich die Chancen auf eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Natürlich würde sich dies auf dem fragilsten Boden vollziehen, den man sich vorstellen kann. Die unzähligen Risiken scheinen einfach zu übermächtig. Dabei ging gestern in Frankfurt eine kleine Sensation fast vollkommen unter. Der stark beachtete ZEW-Index (Konjunkturerwartung) erreicht mit 77,4 den höchsten Stand seit 20 Jahren! Das ist eine Hausnummer, klingt nach einem Wunder. Bereits im März habe ich auf dieses Phänomen hingewiesen, nach dieser Krise ist ein Wirtschaftsboom möglich. Dabei hängt so viel von einem erfolgreichen Impfstoff ab. Mit dieser Ungewissheit müssen wir leben, an der Börse klettern die Kurse oft an einer Mauer der Angst empor. Mit den bestehenden Aktienpositionen bleiben wir hervorragend aufgestellt, ohne Liquidität, in die nächsten Tage zu gehen, wäre immer noch zu gefährlich.

Erholungsansatz nach dem Knall

Die spannendste Rolle in der jüngsten Zeit blieb dem Ölmarkt vorbehalten. In kurzer Zeit rauschte der Preis von 46 USD auf 39 USD. Pünktlich kratzten wir an dieser Stelle die Kurve, die Grenze von 40 USD wird mittlerweile wieder von oben angesehen. Markige Worte vom Ölgiganten, BP, machten ebenfalls die Runde. Das Jahrhundert des Öls wäre beendet. Natürlich ist an dieser Aussage etwas dran. In Zukunft müssen kleinere Brötchen gebacken werden. Trotzdem halte ich auf dem derzeitigen Bewertungsstand den Sektor für hochinteressant. Hier liegt eine Investmentchance. Bei den Edelmetallen geht es gemächlicher zu. Wir verdauen noch immer die üppigen Zuwächse der letzten Zeit. Mit einer seitlichen Entwicklung kann auf die angenehmste Weise eine Übertreibung abgebaut werden. Im Anschluss rechne ich mit erneut steigenden Kursen.

Alle Augen auf New York

Heute tagt die amerikanische Notenbank, vollzieht Beschlüsse zu den Zinsmärkten. Bei der letzten Sitzung fielen überraschende Worte, wie Inflationsbeschleunigung sowie Abkehr von Nullzinsen. An den Märkten hatte dies bisher keine Auswirkungen. Unter Umständen erfahren wir nun mehr über mögliche Veränderungen bei den geldpolitischen Instrumenten. Es bleibt aufregend.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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