Teilen

Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Was läuft da in Großbritannien für ein bühnenreifes Kaspertheater ab? Auch in der Hinsicht können die Erwachsenen von den Kindern noch ganz viel lernen. Diese peinliche Blamage wurde auch in den Wirtschaftsmedien hoch und runter diskutiert. Besonders vor der Abstimmung wurden die größten Horrorszenarien zur Schau gestellt. Als Börsianer mit langjähriger Erfahrung muss ich hier ruhig bleiben. Das Ganze kommt dann wie so oft vollkommen anders. Statt 10 Prozent Abschlag beim DAX, zuckte dieser nicht mal mit der Wimper und kletterte sogar auf den höchsten Stand in 2019. Natürlich kann es nach der jüngsten 700-Punkteralley und kurz vor der 11.000 zu einer kleinen Korrektur kommen. Diese wäre sogar willkommen und gesund, um eine Überhitzung zu vermeiden. Danach gehe ich von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung aus. Neben den niedrigen Zinsen stechen vor allen Dingen die Bewertungen für dieses Szenario heraus. Europäische Aktien waren zuletzt 2013 so billig, ein Drittel der DAX-Aktien hat ein Kurs-Gewinnverhältnis von unter 10. Den Vogel schießt Covestro mit einem KGV von 4 im Deutschen Aktienindex ab. Es sieht viel eher nach Winterschlussverkauf als nach Megacrash aus.

Rohstoffe gehören dazu

Öl und andre Industrierohstoffe konnten sich wie erwartet mit den Aktienmärkten weiter erholen. Dieser gemeinsame Trend wird noch lange Bestand haben. Auffälliger bleibt die Entwicklung bei den Edelmetallen. Palladium geht noch voran und erzielte die stärksten Aufschläge. Interessanter für die Zukunft bleiben aber Gold und Silber. Zuletzt wären die aktuellen Kapitalmarktereignisse mit Abschlägen begleitet worden. Die Steigerungen der letzten Wochen wurden hingegen verteidigt. Etabliert sich hier eine ernsthafte Trendwende? Die Zeichen dafür stehen insgesamt recht gut, traut den Edelmetallen doch kaum jemand etwas zu.

Zinsen bleiben ganz unten

Der Bund Future konnte vom BREXIT-Debakel profitieren. Dieser nimmt jetzt Kurs auf vollkommen überteuerte 165 Punkte. Der Ritt auf der Rasierklinge hat Bestand. Die Zinsen kommen dadurch abermals zurück. Hier kann man blind investieren, unsere Geduld wird dabei nicht in Wochen sondern in Monaten, wenn nicht sogar Jahren gemessen.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen