Teilen

Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Bei 12.000 Punkten im DAX scheint Beton angerührt, das wäre gut so und extrem wichtig für den weiteren Aufwärtstrend. Ein Bruch würde zwar nicht das Ende einleiten, die Fortsetzung aber auf der Zeitachse nach hinten um einige Monate verschieben. Seit dieser Woche befinden wir uns in dem längsten Bullenmarkt (steigende Aktienkurse) aller Zeiten. Es mag viele verwundern, aber es gibt immer noch mehr Argumente dafür, dass dieses Szenario noch eine ganze Weile seine Fortsetzung findet. Natürlich ist die Börse kein Wunschkonzert und der Weg zum Ziel wird nie geradlinig
sein. Zweifel, Skepsis und kurze Schocks nach unten gehören zu den zwangsläufigen Begleitern. Die immer noch gigantische Liquidität bei Niedrigzinsen sowie die noch nicht erreichte Euphorie der 3. und
letzten Börsenphase lassen mich trotz aller Krisen zuversichtlich bleiben.

Wo endet der Horror?

Besitzer von Gold und Silber erleben in diesen Wochen eine Art Waterloo.
Beide Preise bewegten sich am unteren Kursband der vergangenen Jahre.
Nach dem letzten Ausbruchsversuch wurde von allen Fronten auf die Preise
eingeprügelt. Die noch zu geringe Inflation in Europa sowie der starke US-Dollar
belasten zusätzlich. Die Stimmung am Markt ist so schlecht wie seit 2001 nicht
mehr. Das ist die einzige gute Nachricht. Nur im Pessimismus können Preise
einen Boden ausbilden und wieder nach oben drehen. Den genauen Zeitpunkt
kann natürlich kein Mensch voraussehen und wer es trotzdem tut, der lügt.

Null Bewegung

Die Zinsen bewegen sich einfach nicht von der Stelle. Unsere „geniale“ EZB
versucht wirklich Alles, um diesen Zustand aufrechtzuerhalten. Eines Tages
wird uns diese Bombe um die Ohren fliegen, noch ist es nicht soweit. Es gibt
tatsächlich weiterhin Investoren, die zu Null- oder Negativzinsen deutsche
Staatsanleihen kaufen. Aus „Sicherheitsgründen“ erhalten diese den Vorzug
zu Edelmetallen. Diesem Treiben können wir nur entspannt zuschauen und
weiter auf die richtige Zinswende warten.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen