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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Am vergangenen Freitag gab es für Aktieninhaber erneut eine Schrecksekunde. Von den Höchstständen in 2019 gab der Deutsche Aktienindex 500 Punkte ab. Sofort wurden die Erinnerungen an das letzte Quartal des zurückliegenden Jahres wach. Beide Sachverhalte sind aber nicht miteinander vergleichbar. Ende 2018 wurden wir Zeuge einer ausgeprägten Korrektur, die über Monate ging und Crashcharakter hatte. Jetzt haben wir bei ungefähr 10.000 Punkten einen Boden ausgebildet, von dem die nächste Bewegung im Aufwärtstrend startete. Nach über 1.000 Punkten Gewinn beim DAX im noch jungen Jahr musste eine Atempause her. Dieser Schritt zurück hat ängstliche Anleger aus dem Markt geschüttelt und nun gibt es bereits den nächsten Angriff nach oben. So sieht ein gesunder Aufwärtstrend aus, der in 2019 noch einige Überraschungen für uns bereithalten sollte. Die Berichtssaison fällt durchwachsen aus. Unternehmen, die ihre Erwartungen verfehlen, werden oft mit einem Abschlag von 20 Prozent abgestraft. Bei guten Zahlen sind Zugewinne von 10 Prozent und mehr drin. Das ist nichts für schwache Nerven. In den Indizes fallen diese heftigen Zuckungen gar nicht auf und das ist gut so. Aktien bleiben in vielerlei Hinsicht aussichtsreich.

Hinter den Kulissen

Öl zieht mit den Aktienmärkten an und notiert über 63 USD. Dieses Tandem konnten wir bereits über die vergangenen Jahre beobachten. Daran wird sich auf absehbare Zeit nicht viel ändern. Die Weltkonjunktur wird wegen der üppigen Liquidität und der niedrigen Zinsen nicht absaufen und damit Öl stabilisieren. Viel interessanter geht es bei den Edelmetallen zu. Die erreichten Zugewinne werden verteidigt. Für Gold und Silber bleibe ich optimistisch. Der kleine Bruder könnte in den folgenden Monaten dem Großen die Show stehlen. Silber ist stärker schwankend und verspricht dementsprechend das höhere Potential. Zudem wird Silber viel häufiger in der Wirtschaft verwendet. Die Industrienachfrage zieht bereits an, die Produktion der Minen geht zurück. Außerdem dreht endlich die Stimmung an den Terminmärkten zugunsten der Optimisten. Dieser Cocktail könnte uns noch viel Freude bereiten.

Indiskutable Situation

Der kurze Schock an den Aktienmärkten ließ das Angstbarometer, Bund Future, über 166 Punkte steigen. Obwohl dieses Niveau vollkommen krankhaft ist und die größte Blase der Welt darstellt, kann der Trend immer noch nicht umgekehrt werden. Hier hilft nur Geduld, obwohl die meisten Investoren am liebsten das Handtuch werfen würden.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

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