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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

In dieser Woche gab es nochmal eine Schrecksekunde und der Deutsche Aktienindex rauschte unter 12.900 Punkte. Das technische Risiko nach unten wurde dadurch doch noch ausgereizt. Im Tagesverlauf gelang dann sogar noch der Rebound und diese Abfolge zeigt die Stärke des Marktes sowie seine gesunde Verfassung. Gestern gab es den nächsten Beweis, dass fast sämtliche Finanzanalysten in den zurückliegenden Monaten schieflagen. Der ZEW-Index explodierte aus dem Stand in die positive Richtung und stützt meine These. 400 befragte Unternehmer und Analysten schätzen jetzt die Konjunktur- und Kapitalmarktaussichten mittelfristig wesentlich günstiger ein. Zudem können wir das Gespenst von der Autokrise abhaken. Alle deutschen Hersteller steigerten ihren Absatz in den Vereinigten Staaten und der weltweite Verkauf wird im Jahresvergleich lediglich um 1 Prozent zurückgehen. Wo bitte haben wir eine Autokrise, ihr Schwarzmaler und Weltuntergangspropheten? Von unserer orientierungslosen GroKo liegt die nächste „geniale“ Idee auf dem Tisch. Eine Aktientransaktionssteuer von 0,2 Prozent soll die Löcher ihrer zweifelhaften Ausgaben stopfen. Das ist nicht die Welt, sendet aber das komplett falsche Zeichen an den aktienscheuen deutschen Sparer. Es ist ein weiterer Geniestreich, dieser Regierung, die unser Land seit 10 Jahren nur verwaltet und nicht gestaltet. Dem positiven Ausblick für den deutschen Aktienmarkt wird dies trotzdem keinen Abbruch tun. Mit einem Kurs-Gewinnverhältnis von 12,5 auf Basis der Gewinnschätzungen für 2021 zählt dieser zu den preiswertesten der Welt.

Seitwärtsgeschiebe hält an

Die Edelmetalle bleiben in der laufenden Konsolidierungsspanne gefangen. Auf dem derzeitigen Level soll die Ausbildung eines tragfähigen Bodens für den Schub Richtung Norden gelingen. Die ersten großen Investmentadressen sehen in Gold eine gute Alternative für die kommenden Jahre. Zum einen sollte die ausufernde Staatsverschuldung die Edelmetalle zur Absicherung von Portfolios wieder stärker in den Fokus rücken. Auf der anderen Seite erfüllen Anleihen mit ihrer nicht vorhanden Verzinsung und den extremen Kursen nicht mehr den Anspruch einer konservativen Diversifikation. Goldman Sachs, die bisher nicht optimistisch für das gelbe Metall gewesen sind, wagen sich aus der Deckung und setzen ein erstes Ziel von 1.600 USD für 2020. Bei einer so schwergewichtigen Meinung sind Nachahmer möglich. Silber sollte dann wie so oft von einer positiven Sippenhaft profitieren. Öl hat den Durchbruch geschafft und lässt die Grenze von 60 USD hinter sich. Die Wirtschaftserholung für das folgende Jahr wird weiter eingepreist.

Zinsen fallen erneut

Der Bund Future löste mit dem Unterschreiten von 170 Zählern wieder ein Fehlsignal aus. Mit wirklich allen Mitteln werden auf diesem vollkommen überteuerten Niveau Anleihen gekauft, um die Zinsen künstlich am Boden zu halten. Diese Macht scheint bis jetzt unbesiegbar. Auf Grund der Verschuldungsorgie wird auf den kleinsten Zinsanstieg mit Panik reagiert und weitere Milliarden in die Rentenmärkte gepumpt. Wir müssen zusehen und unsere Geduld strapazieren.

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

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