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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

An dieser oben genannten Grenze wird sich der kurzfristige Trend entscheiden. Nach langem Kräftemessen spricht die Markttechnik für einen Angriff Richtung Norden. Natürlich ist dies ein wichtiges Thema in der täglichen Finanzpresse, dem sollten wir keine zu große Aufmerksamkeit schenken. In New York ist die blanke Euphorie ausgebrochen. Jeder stürzt sich auf innovative Hightech-Aktien. Dabei spielt die Bewertung keine Rolle. Es wird eine Fahnenstange nach der anderen produziert. Dieses Spiel kennen wir bestens vom Neuen Markt sowie der Internetblase. Wenn Gefühle an der Börse das Ruder übernehmen, kann kein Mensch sagen, wie lange die Party geht. Wer jetzt noch diese gehypten Technologiewerte kauft, wird das Ganze zu einem späteren Zeitpunkt bereuen. Das Softwareunternehmen Zoom, schoss im gestrigen Handel trotz hervorragender Langzeitentwicklung noch einmal um 40 Prozent an einem einzigen Tag nach oben. Andere Aktien wie Tesla und Apple wurden gesplittet. Auf einmal wirken diese Papiere optisch billig, verleiten Anleger zu weiteren Käufen. Hinter diesem Vorgang steckt reine Kurskosmetik, die Bewertung bleibt übertrieben. Das Kapital rennt noch an den klassischen Unternehmen vorbei, die Old Economy wird links liegengelassen. Ein Comeback der Dinosaurier würde den Aufwärtstrend auf gesündere Beine stellen. Jetzt wird es die größte Herausforderung auf kurze Sicht, die Übertreibungen von Tesla & Co, Schritt für Schritt zurückzubauen, ohne den Gesamtmarkt herunterzureißen. Wer so eine Party nicht mitspielt, sieht immer für eine gewisse Zeit wie der Dumme aus. Die langjährige Erfahrung mahnt aber zur Vorsicht. Chancen werden in Zukunft nach einer Korrektur wieder zahlreicher zur Verfügung stehen, auch wenn dieser Kaufrausch noch Wochen oder vielleicht sogar Monate andauern kann. Mit der Börse ist es wie mit der Straßenbahn, laufen Sie dieser nicht hinterher, die Nächste (Chance) kommt bestimmt. An den aktuellen Aktienquoten halten wir fest.

Hier lauern noch Chancen

Der Ölpreis steht auf der Stelle, befindet sich wie etliche Aktienindizes an einer entscheidenden Barriere. Auch hier wird nur über Wochenbewegungen entschieden. Der große übergeordnete Trend auf Sicht von Jahren bleibt klar nach oben gerichtet. 60 USD pro Barrel werden die erdölexportierenden Länder anpeilen müssen, um dauerhaft ihre Ausgaben zu bestreiten. Vom Märztief hat sich der Ölpreis ordentlich erholt, die Aktien der Branche dümpeln immer noch am Boden. Hier besteht eine interessante Investitionsmöglichkeit. Nach dem rasanten Absturz der Edelmetalle wurden sofort neue Käufer angezogen. Jetzt zeigen sich erste Stabilisierungsansätze, das jüngste Zwischentief wurde bereits verlassen. Silber robbt sich an 29 USD heran, ein nachhaltiges Überbieten sollte die nächste Kaufwelle auslösen. Unter Umständen schlagen wir hier auch noch einmal zu. Es bleibt die bessere Alternative zu Gold.

Abermals eingependelt

Nach dem kleinen Schwächeanfall vom Bund-Future stellt sich abermals die vollkommen übertriebene „Normalität“ ein. Nun stehen wir bei über 176 Zählern. Anleihen werfen keine Rendite ab oder sind negativ verzinst. Trotzdem finden sich Käufer, es wird auf kleine Kursgewinne mit großen Summen gezockt. Zudem müssen die frisch gedruckten Notenbankgelder mit aller Macht die Zinsen unten halten. Dem Kartenhaus würde sonst der Zusammenbruch drohen.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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