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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Bei knapp 13.400 Punkten war der Gipfelsturm des Deutschen Aktienindex vorerst beendet. Jetzt rutschten wir unter die magische Grenze und der alte Kampf um diese wird neu gefochten. Ausgelöst wurde der bisher kleine Kursabfall durch die überfällige Bereinigung der amerikanischen Hightech-Aktien. Menschliche Gier schuf ungeahnte Übertreibungen. Die Grenze für die Kurse, schien der Himmel zu sein. Innerhalb von drei Tagen vollzog sich ein heilsamer Schock, der unzählige Milliarden in Luft auflöste. Stellvertretend soll hier Tesla genannt sein. Nach einer unvorstellbaren Rallye wurde die Aktie des Autopioniers gesplittet. Diese optische Verbilligung sollte neue Käufer anlocken. Zocker, die zuletzt auf den Zug aufgesprungen sind, sitzen erst einmal auf fast 40 Prozent Kursverlust. Dieses Gemetzel ging nicht ganz spurlos an den deutschen Aktien vorbei. Unsere Rückschläge verlaufen trotzdem sehr glimpflich. Zum einen befinden sich kaum Technologietitel im heimischen Index und zum anderen gibt es Bewegung in unserer Schlüsselindustrie. Berlin hat endlich begriffen, dass es für unsere Wirtschaft unabdingbar ist, die Automobilindustrie in verschiedenste Zukunftsüberlegungen einzubeziehen. Es wird zwar keine Autoprämie geben, der Funke für ein Aufwachen in den Konzernen selbst sowie der Branche überhaupt, ist entfacht. Diese Fantasie wird dem DAX über kurz oder lang gut tun. Im Durchschnitt fehlen den Autoaktien noch 100 Prozent bis zu den alten Höchstständen. Das ist eine Hausnummer, neue Indexrekorde sind aus meiner Sicht nur eine Frage der Zeit. Der erfolgreiche Börsianer muss geduldig sein, über den Tellerrand schauen. Schon die alten Frankfurter Börsianer meinten, dass man an den Märkten das Geld eher mit dem Sitzfleisch als mit dem Kopf macht. Das Investitionsklima hat sich nun verbessert, für einen großen Angriff, ist es zu früh. In mehreren Schritten einzukaufen, bleibt eine Option. Wie sich die Pandemie in der kalten Jahreszeit entwickelt und wann der Impfstoff kommt, weiß kein Mensch. Mit diesen zusätzlichen Unsicherheiten müssen wir leben. Dabei sind die anderen Gefahrenherde wie US-Wahl, China sowie Russland noch gar nicht berücksichtigt. Wir müssen demütig sowie wachsam bleiben.

Knall beim Öl

In den letzten Tagen hat sich der Ölpreis für die südliche Himmelsrichtung entschieden. Der Rückgang ist keine riesige Überraschung, hingegen die Dimension. Darin liegt für alle Märkte eine kurzfristige Gefahr. Bei 39 USD sollte der Fall gestoppt werden, dafür gibt es heute einen ersten Ansatz. Für den langfristigen Investor bieten sich erneute Kaufgelegenheiten. Bei den Edelmetallen vollzieht sich die bisherige Konsolidierung nach Plan. Weitere Zukäufe liegen im Bereich des Möglichen. Wir halten selbstverständlich an den bestehenden Positionen fest.

(K)ein Kommentar

Das Seitwärtsgeschaukel auf Höchstniveau hat Bestand. Trotzdem gab es für die Anlageklasse der Anleihen ein bemerkenswertes Ereignis. Die US-Notenbank strebt zukünftig inflationäre Tendenzen an. Unweigerlich würde dies dann zu Zinssteigerungen führen. Es ist ein Signal mit Langzeitwirkung. Im jetzigen Geschehen gab es darauf noch keinerlei Reaktionen.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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