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In seinen Marktkommentaren fasst Börsenexperte und Geschäftsführer Sören Weigelt (rechts) das aktuelle Geschehen an den Finanzmärkten zusammen und ordnet diese ein.

Seit einer Woche kristallisiert sich von Tag zu Tag eine neue Tendenz bei den deutschen Aktien ab. In die endlos wirkende Seitwärtsbewegung ist Leben gekommen.

Der DAX arbeitet am Ausbruch, der soll aber vorerst nach oben stattfinden. Damit würde die überfällige Marktbereinigung verschoben. Über 13.600 Punkten hätten wir ein Kaufsignal, dass uns danach bis 14.000 oder sogar 15.000 bringen kann. Die Kuh ist zwar noch nicht vom Eis, viele Zeichen stehen hingegen mittlerweile für dieses Szenario. Es ist nicht gesund, der Trend und die vorhandene Liquidität machen es trotzdem möglich. Kurse schießen seit Jahrhunderten gerne über das Ziel hinaus, um dann geerdet zu werden. So würden wir unter Umständen wieder einmal ein „normaleres“ Börsenjahr bekommen. Wenn der Januar positiv und mit einem Ausbruch endet, dann kann so eine Bewegung bis ins Frühjahr reichen.

Sell in May and go away würde in diesem Fall eine übergeordnete Bedeutung zukommen. Bei Euro/US-Dollar ist noch Luft bis 1,25/1,26, dort sollte dann eine Verschnaufpause stattfinden. Gold stabilisiert sich weiter und bleibt erste Wahl. Zuletzt gebeutelte Verkäufer der Kryptowährungen flüchten in das preiswerte Edelmetall. Alle anderen Rohstoffe treten mehr oder weniger auf der Stelle und müssen nicht gekauft werden. Bei den Zinsen schwächelt der Bund Future leicht, hat aber noch nicht das Kaufsignal unterhalb von 160 ausgelöst.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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