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Rekorde an der Wall Street, Prügel für die Kryptowährungen

In seinen Marktkommentaren fasst Börsenexperte und Geschäftsführer Sören Weigelt das aktuelle Geschehen an den Finanzmärkten zusammen und ordnet diese ein.

“Wie der Januar, so das Börsenjahr”

Die Wall Street feiert weiterhin einen Rekord nach dem anderen, der deutsche Aktienmarkt kann und will dem Ganzen nicht folgen. Die engen Bandbreiten bleiben bestehen, der richtungsweisende Ausbruch nach oben oder unten ist vertagt. So lange wir in diesem Szenario gefangen bleiben, erübrigen sich neue Ansätze. Was den Jahrestrend insgesamt angeht, sollte der komplette Januar noch abgewartet werden. In vielen Jahren hatte dieser Fakt, auch eine nicht zu unterschätzende Bedeutung. Immer mehr Amerikaner handeln nach der Devise: „Wie der Januar, so das Börsenjahr“. Es darf natürlich nicht das einzige Kriterium sein.

Euro, Gold und Bund-Future

Bei den Währungen wurde bei EUR/USD die 1,20 geknackt. Diese Linie stellt jetzt eine Unterstützung dar, es gibt weitere Luft nach oben. Gold ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht und etabliert sich über 1.300 Dollar. Es bleibt die derzeit sinnvollste Kaufoption. Goldminen werden von dieser Bewegung profitieren. Bei den Zinsen schwächelte endlich der Bund-Future und bewegte sich Richtung 160. Unterhalb dieser Grenze würde es dann zum Kaufsignal kommen.

Kryptowährungen im Fall

Die Kryptowährungen haben dieser Tag ordentlich Prügel bezogen. Skeptiker und Handelsverbote lösten Unruhe, aber noch keine Panik aus. Diese wird mit Sicherheit noch kommen. Ein angesehener amerikanischer Wirtschaftsprofessor bezeichnete Bitcoin & Co als größten Betrug in der Menschheitsgeschichte. Er liegt gut mit seiner Einschätzung. Ich sehe hingegen das größte Problem darin, dass ein möglicher Megacrash bei den Kryptos alle anderen Anlageklassen mit nach unten reißen kann.

 

Rekorde an der Wall Street, Prügel für die Kryptowährungen
Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.