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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Bei den Amerikanern schaffte der technologielastige Nasdaq 100 in diesen Tagen sogar ein neues Allzeithoch. Nur 4 Monate hat diese Entwicklung nach dem Zusammenbruch gebraucht. Auf den ersten Blick sieht das sehr schick aus. Beim genaueren Hinsehen bleibt festzuhalten, dass sehr wenige Unternehmen das Fundament für diese Rallye darstellen. Den positiven Vogel schießen Apple sowie Microsoft ab. Beide Aktien bringen nun einen unvorstellbaren Marktwert von jeweils 1,6 Billionen USD auf die Waage. Unterstützt werden die Rekordgewichte noch von Amazon, Facebook und Tesla. Dadurch entsteht ein erhebliches Klumpenrisiko, eine große Abhängigkeit vom Wohlbefinden dieser Unternehmen ist gegeben. Jede Fondsgesellschaft sowie jede Pensionskasse sind mit diesen Aktien bis zur Oberlippe investiert. Natürlich stehen diese Firmen bestens da, sind bereits fit für eine digitale Zukunft und profitieren dadurch sogar von der Krise. Für Jahre wird hier noch der Takt vorgegeben, Korrekturen werden trotz allem auch bei diesen Gallionsfiguren anstehen. Heimlich, still und leise gibt jetzt eine andere Börse den Rhythmus für die Weltmärkte vor. Die Wall Street gibt zumindest zurzeit die Führungsrolle an China ab. Ein Grund dafür ist sicherlich die Pandemie, auf längere Sicht sollten wir uns bereits daran gewöhnen. In dieser Woche gaben die Chinesen erneut ordentlich Gas. Vergleichbare Internetgiganten wie in den USA, warten von der ganzen Welt entdeckt zu werden. Diese stecken voller Potential. Bei einem vom Staatskapitalismus geführten Land muss dagegen auch ein ordentlicher Bewertungsabschlag einkalkuliert werden. Insgesamt behaupten sich die Aktienkurse weiterhin sehr gut, die Schwankungen haben sich mittlerweile stark minimiert. Auf kurze Sicht bleibt es ein Drahtseilakt. Das Pendel kann in beide Richtungen ausschlagen, diese Schlacht ist noch nicht entschieden. Auf diesem hohen Niveau darf keine schlechte Nachricht kommen, die Wirkung ist dann immer stärker. Der abermalige Lockdown in Melbourne für 6 Wochen sollte uns wachsam bleiben lassen. Mit 20 Prozent Liquidität bei den Kundendepots kann ich derzeit besser einschlafen.

Wann kommt der Ausbruch?

Bei Gold ist die Lage, an Spannung kaum zu überbieten. Der Preis robbt sich an die 1.800 USD heran, der Ausbruch ist zum Greifen nah. Unter den Terminmarktprofis ist der Optimismus heute so groß, wie zuletzt vor 3 Monaten. Das muss kein Vorteil sein, wie Sie wissen, gehöre ich zum Verfechter eines antizyklischen Vorgehens. Es gibt aber auch Zeitfenster, in denen man diese Taktik ausblenden muss. Mit dieser Dynamik kann der Silberpreis leider nicht mithalten. Wann wird die Bewertungsdifferenz endlich aufgeholt? An der Marke von 20 USD wird diese Frage beantwortet. Mit der Preisbildung bei Öl bin ich zufrieden, auf erholtem Terrain bewegen wir uns seitwärts.

Zinsen können weggelassen werden

Die 176 Zähler bleiben in Stein gemeißelt. Für den verwöhnten deutschen Sparer haben sich Zinsen zu einem Fremdwort entwickelt. Von einem neuen Trend bleiben wir meilenweit entfernt. Seit Jahren verharren wir in der Fahnenstange, es ist ein Novum. Für alle Sachwerte stellt sich diese Situation hingegen positiv dar.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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