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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Seit etlichen Tagen bewegen wir uns beim Deutschen Aktienindex in der Bandbreite von 12.000 bis 13.000 Punkten. Dabei tasten sich unsere einheimischen Werte immer weiter an die obere Begrenzung heran. Kleine Schwächeanfälle werden sofort zu Käufen genutzt. Aus technischer Sicht sind die 13.000 von den Marktteilnehmern ganz klar angepeilt, das Durchbrechen scheint nur eine Frage der Zeit. Demzufolge hätten wir dann ein Kaufsignal, die Allzeithochs sind im Anschluss das nächste Etappenziel. Vor diesem Hintergrund werden die zahlreichen Risiken vollkommen ausgeblendet. Am Jahresanfang verlief dieser Prozess recht ähnlich. In den Vereinigten Staaten gibt es bei den Aktienkursen kein Halten mehr. Immer wieder stellen hochrangige Vertreter der amerikanischen Notenbank zusätzliche Konjunkturspritzen in Aussicht. Mit diesem Rückenwind fiel bei den Technologieaktien der nächste Rekord. Der Nasdaq 100 knackte kurzzeitig 11.000 Zähler. Ein Börsenneuling aus der Fintech-Branche schaffte am ersten Handelstag eine Kursverdreifachung. Zudem vollziehen weitere Analysten aus dem Stand eine Drehung um 180 Grad. Gerade noch gehörten sie zu den Crashpropheten, jetzt werden ganz ungeniert Kursziele von 16.000 bis 18.000 Dax-Punkten ausgegeben. In einer anderen Branche wären solche „Experten“ von heute auf morgen aus der Firma geschmissen worden. Nicht, dass wir uns falsch verstehen; langfristig bleibe ich absolut optimistisch für Aktien. Auf Sicht von 2 bis 3 Jahren bleiben große Wunder möglich. Jetzt geht es mir etwas zu schnell und zu hoch. Eine richtige Bereinigung bleibt derzeit aus, die Sorglosigkeit mahnt zur genauen Beobachtung. Mit dem Großteil des Vermögens sind wir bei den Dividendentiteln engagiert. In der heutigen Lage kommt die komplette Investition in Aktien noch nicht infrage, eine Liquiditätsreserve bleibt vorerst erhalten. Der Umgang mit fremdem Geld bedeutet für mich höchste Verantwortung und dieser werde ich damit gerecht.

Vielversprechende Ansätze

Seit geraumer Zeit gehören die Edelmetalle zu den Lieblingen der Investoren. Dabei lief Gold in der jüngsten Zeit den anderen Metallen den Rang ab. Zum einen befinden wir uns hier seit 2 Jahren in einem stabilen Aufwärtstrend, auf der anderen Seite spielt Gold seine Rolle als Krisenwährung immer weiter aus. Jetzt sind die 1.800 USD geschafft, für einen nachhaltigen Ausbruch fehlt noch die Bestätigung. Noch spannender verläuft die Entwicklung beim kleinen Bruder Silber. Seit Ewigkeiten befinden sich nun die 20 USD in Schlagdistanz. Nach einem Überbieten entstünde ein mächtiges Kaufsignal, dass erhebliches Potential freisetzt. Die Terminmarktprofis bringen sich in Stellung, bereiten den Angriff vor. Öl verhält sich vorbildlich, in kleinen Schritten werden wir uns über einen längeren Zeitraum der Zielzone von 55-60 USD nähern.

Es bleibt dabei

Auf der Zinsseite tut sich rein gar nichts. Der Bund-Future verharrt bei 176 Zählern. Damit bleiben Anleihen die teuerste Anlageklasse der Welt. Für eine Trendwende mit einem verbundenen Zinsanstieg müssen 170 nach unten fallen. Bei weiterer Verteuerung folgt eine Erhöhung der Negativzinsen.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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