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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Als die Stimmung am schwärzesten war, drehten die Kurse wie von Zauberhand gezogen wieder nach oben. So funktioniert die Börse seit 400 Jahren und ich selbst durfte es genauso schon oft erleben. Die pessimistischen Verkäufer sind draußen und können keinen weiteren Druck ausüben, die alten Hasen sehen bereits die wirtschaftlichen Lichtblicke und halten bei den abstürzenden Preisen ihre Hände auf. Mit viel Rückenwind haben wir trotz neuer Störfeuer vom Zollstreit die 200-Tagelinie überwunden und vorerst die 12.000 Punkte geknackt. An dieser Marke kann es abermals zu härteren Kämpfen kommen, in den nächsten Wochen und Monaten sollten wir diese aber deutlich hinter uns lassen. In den letzten Tagen gab es bei einem Interview mit dem Daimler-Chef abseits des großen Rummels eine Aussage, die meine These stützt und mehr Gewicht hat als das Geschwafel von überflüssigen Analysten. Er spricht von anziehenden Autoverkäufen im weiteren Jahresverlauf. Eine totgesagte Branche sendet ein Lebenszeichen. Von Berlin im Stich gelassen müssen die Autobosse ihren eigenen Weg finden. Der für den DAX und die deutsche Wirtschaft elementarste Sektor gibt ein Signal für die Trends der folgenden Monate. Von dieser Entwicklung werden alle Zulieferer und andere damit verbundene Industrien profitieren. Etliche Kurse sind hier 50 Prozent und mehr in den Keller geschickt worden, hier liegen die aussichtsreichsten Comebacks. Die Aktienmärkte befinden sich in einer hervorragenden Ausgangsposition, der Startschuss ist eine Frage der Zeit.

 

Diese Rallye ist atemberaubend

Auch in dieser Woche konnten die Edelmetalle im wahrsten Sinne des Wortes glänzen. Gold schaffte 1.550 USD und bei Silber liegen 20 USD in Reichweite. An diesen Grenzen wäre der hier schon oft erwähnte Rücksetzer wünschenswert. Der Trend wäre so oder so nicht in Gefahr. Zahlreiche Investoren haben die lange vernachlässigten Edelmetalle wiederentdeckt. Die Nullzinspolitik sowie die zahlreichen Unruhen befeuern noch diese Entwicklung. Bei den Banken kommt es nun immer wieder zu Kurszielerhöhungen. Gold war in der absoluten Spitze bei 1.920 USD, für diesen Weg werden wir noch ein Stück Zeit brauchen. Der Anfang ist gemacht und wir sind von Beginn an dabei. Die Depots haben einen zusätzlichen Wertreiber und zeigen Stabilität. Wir bleiben investiert. Öl kämpft mit dem Widerstand bei 60 USD, bei einem Erstarken der Autobranche, sollte dieser bald zu knacken sein.

 

180-er Hürde zu hoch

Nach einer Fahnenstange ging dann doch den größten Optimisten für deutsche Bundesanleihen die Luft aus. Wunderdinge von steigenden Zinsen, sind auf kurze Sicht dagegen nur schwer zu erwarten. Auf die langfristigen Zinssätze hat die Notenbank bekanntlich keinen Einfluss, diese werden ausschließlich über Angebot und Nachfrage auf dem Markt geregelt. Trotzdem sollte eine Erstarkung der Aktien sukzessive zu einer weiteren Abschwächung beim Bund Future führen. Dann hätten wir wenigstens wieder eine echte Null und keine Negativverzinsung.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

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