In den zurückliegenden Wochen haben wir beginnend vom Tief vier Tausendermarken nach oben beim Deutschen Aktienindex durchbrochen. Die fünfte Grenze wurde soeben fast erreicht. Zumindest die Techniker versuchten mit ihren Computerprogrammen, dieses vor kurzem für die Masse vollkommen utopische Ziel von 13.000, noch zu erreichen. Ich sehe die jüngste Entwicklung mit einem lachenden sowie weinenden Auge. In Rekordzeit haben wir fast die kompletten Verluste des Corona-Crashs aufgeholt. Durch ordentliches Timing stehen bereits alle Depots stark im Plus. Aus riesengroßer Panik und Weltuntergangsstimmung im März wurde nun Euphorie. Innerhalb von nur drei Monaten erleben wir die komplette Gefühlspalette. Es ist abermals der beste Beweis dafür, dass Börse keine Wissenschaft, sondern Massenpsychologie ist. Die Geldschwemme lies die Kurse zuletzt wie in Zeiten der Internetblase explodieren. Etliche Investoren haben aus Angst zu Tiefstpreisen verkauft, kehren jetzt wegen dem riesigen Anlagedruck bei höheren Kursen zurück. Übermütige Spieler beschleunigen die Zuwächse noch. Für den Moment ist das alles zu viel. Lange habe ich mir nicht mehr eine Pause so sehr gewünscht wie jetzt. Jede weitere hundert Punkte würden wir in Zukunft härter bezahlen müssen. Eine Konsolidierung ist bitter notwendig, würde den Trend gesund manifestieren. Das Risiko nach unten liegt dafür zwischen 5 bis 10 Prozent. Dafür jetzt auszusteigen, um in Kürze günstiger einzusteigen ist ein ebenso riskantes Abenteuer. Diese Prozesse verlaufen sehr schnell, nur mit einer Riesenportion Glück kann es einmal im Leben günstig für den Investor verlaufen. Zudem muss ich zu jedem Zeitpunkt das große Bild im Auge behalten. Solange die Zinsen unten bleiben sowie die Geldmengen wachsen steht der gestarteten Aufwärtsbewegung noch lange Zeit nichts im Wege. Mit 2 bis 3 Jahren können wir aus heutiger Sicht rechnen. Ein DAX von 15.000 bis 20.000 ist ein realistisches Ziel. Die letzten Tage gaben bereits eine Andeutung dafür. Natürlich werden wir auf diesem Weg herbe Korrekturen erleiden. Diese müssen wir überstehen und wenn möglich, zusätzliche Liquidität für die Kaufchancen bereitstellen.
Bei Rohstoffen geht es gemächlicher zu
Nach Aktien sind Rohstoffe die aktuell zweitwichtigste Anlageklasse im Börsenuniversum. Die Chance auf zukünftige Wertsteigerungen bleibt hoch. Edelmetalle schieben sich weiterhin seitwärts, liefern auf den ersten Blick kaum Impulse. Diese Ruhe kann jederzeit vorbei sein. Während bei Gold die zuletzt überkaufte Marktlage gekonnt abgebaut wird, tut sich bei Silber etwas im Hintergrund. Seit mittlerweile 4 Wochen bauen Terminmarktspekulanten Positionen in Silberkontrakten auf. Zudem existiert hier noch ein riesiger Nachholbedarf. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann der kleine Bruder aus dem Dornröschenschlaf erwacht. Bei Gold kann immer der nächste Schub nach Norden erfolgen. Der Ölpreis macht es den Aktien vor. Nach der rasanten Rallye kommt der logische Rücksetzer. Ein paar Prozentpunkte nach unten dürfen es aber noch sein.
EZB flutet abermals die Märkte
Für die Wirtschaft und die Sachwertmärkte (Aktien, Rohstoffe, Immobilien) gibt es keine bessere Nachricht. Den Sparern in Geldwerten wird dabei nur noch schlecht. Die schleichende Entwertung setzt sich fort, Zinsen sind nicht in Sicht. In Zukunft muss diese Gelddruckerei zu steigenden Zinssätzen führen. Über krankhafte Anleihekäufe in extremsten Ausmaßen werden die langfristigen Zinsen bisher künstlich am Boden gehalten. Es wird der Zeitpunkt kommen, wenn der Erste die Nerven verliert.
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