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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Die Aktienkurse knüpfen an die starke Vorwoche an und klettern weiter. Nach der Europäischen Zentralbank wurden die Märkte von entspannenden Signalen beim G20-Gipfel unterstützt. In einem fast perfekten Umfeld für Dividendentitel schielen wir bereits ganz vorsichtig Richtung Allzeithoch beim Deutschen Aktienindex. Es wird noch ein hartes Stück Arbeit, wäre aber die logische Konsequenz. Die Wirtschaftsprognosen wurden zu schwarzgemalt, am Zinsmarkt findet Kapitalvernichtung statt und die Skepsis der Börsianer sichert die Kurse nach unten ab. Marktteilnehmer mit Angst wirken wie ein Auffangnetz beim Seiltanzen. Ängstliche Akteure besitzen keine Aktien, diese wurden in der Vergangenheit wegen diesem Gefühl verkauft. Damit kann von dieser Seite kein Druck mehr auf die Notierungen ausgeübt werden. Die erfahrenen Hasen wissen es besser, steigen seit Monaten ein, was die Preise steigen lässt. Dieser Umstand erhöht massiv den Druck auf die Nichtinvestierten. Nicht dabei zu sein, ist schlimmer, als Verluste zu erleiden. In Deutschland sind derzeit nur 6 bis 7 Prozent der privaten Haushalte direkt oder indirekt am Aktienmarkt engagiert, dies ist ein trauriger Negativrekord. Für den langfristigen Trend ist das natürlich eine absolut positive Nachricht, gibt es dadurch noch genügend potenzielle Käufer, was die Kurse weiter befeuern wird.

Einmal runter und wieder hoch

Versöhnliche Töne zwischen China und den Vereinigten Staaten ließen für kurze Zeit die Angstwährung Gold in den Keller rauschen. Dieser Zustand war nur von kurzer Dauer. Im Handumdrehen katapultierten sich die Preise erneut auf den Ausgangsstand. Dieser Verlauf stimmt optimistisch und wirkt trendstärkend. Große Adressen nutzen derzeit jede Kursschwäche, um Bestände einzusammeln. Damit wird die Wende nach jahrelanger Durststrecke immer wahrscheinlicher sowie nachhaltiger. Silber bleibt vorerst noch in Sippenhaft und kann keine Eigendynamik entwickeln. Aus historischer Sicht ist es eine Frage der Zeit bis eine Outperformance gegenüber Gold gelingen wird. Öl legt leicht zu, notiert deutlich über 60 USD pro Barrel und befindet sich ebenfalls in einem geordneten Aufwärtstrend.

Von Rekord zu Rekord

Zinsanleger in Deutschland sind frustriert und es kommt immer schlimmer. Der Bund Future marschiert weiter und jetzt sind sogar 174 Punkte in Sicht. Damit steigt die Negativverzinsung, verbunden mit der Inflationsrate wird sicher geparktes Kapital gleich doppelt bestraft oder vernichtet. Die einzige Alternative bleibt die Umschichtung in Sachwerte, wie Aktien, Rohstoffe und Immobilien. Ein Ende des Wahnsinns ist nicht in Sicht.

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

 

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