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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Der Konflikt USA/Iran ist genauso schnell verschwunden, wie dieser aufgetaucht ist. Mit jedem neuen Tag ohne Hiobsbotschaften aus dem Nahen Osten kehrte die Kauflust der Investoren zurück. Der Deutsche Aktienindex schaffte nach einer gefühlten Ewigkeit heute ein Allzeithoch. Jetzt scheint sogar der Angriff auf die Marke von 14.000 Punkten möglich. Aus bewertungstechnischer Sicht wäre dies auf jeden Fall, zu vertreten. Die überfällige Korrektur ist unter Umständen aufgeschoben, aber eben leider nicht aufgehoben. In diesem atemberaubenden Tempo, dass wir seit über einem Jahr genießen dürfen, kann es nicht nahtlos weitergehen. Zwischenzeitliche Abstürze gehören an der Börse unweigerlich dazu, auch im Aufwärtstrend. Selbst in der Megahausse von 1994 bis 2000 korrigierte der DAX 1997 mit 20 Prozent und 1998 mit sogar 38 Prozent, um dann von innerhalb 2 Jahren, noch ungeahnte Höhen zu erreichen. Auf dieses Szenario sollten wir mental und materiell vorbereitet sein. Jede 100 Punkte, die wir weiter steigen, werden wir kurzfristig noch teurer bezahlen müssen. Jetzt heißt es Abwarten und mit der geschaffenen Liquidität auf Chancen lauern. Die Kurse tanzen jeweils auf ihren historischen Spitzen und es ist wie ein kleiner Ritt auf der Rasierklinge. Das Luftholen ist jederzeit möglich, den genauen Zeitpunkt weiß kein Mensch. Ein möglicher Auslöser dafür kann aktuell noch vollkommen unbekannt sein. Eine erhebliche Gefahr geht vom Anleihemarkt aus. Zombiepapiere im dreistelligen Milliardenbereich stehen vor dem Kollaps. Dieser Knall würde nicht spurlos am Aktienmarkt vorbeigehen. Im Anschluss würde dieser aber sogar davon profitieren.

Konsolidierung nach Aufschlägen

Die Edelmetalle verteidigen trotz der robusten Aktienentwicklung ihre erhöhten Niveaus. Es ist ein Zeichen der Stärke. Trotzdem ruft der jüngste Verlauf einige Analysten auf den Plan, die deutlichen Korrekturbedarf bei Gold und Silber sehen. Warnungen sind immer gut und stellen eher das Fundament für weitere Anstiege dar. Edelmetalle sind bei weitem nicht so überkauft wie die Dividendentitel. Zudem zeigen derzeitige Statistiken, dass Anleger diesen Sektor wieder als Krisenwährung wahrnehmen. Von einem Minicrash in den anderen Anlageklassen sollten Gold und Silber als Zufluchtsort profitieren. Wir bleiben breit aufgestellt, um eine schwierige Marktphase bestmöglich zu überstehen. Öl zeigt ganz klar eine weltweite Konjunkturerholung an.

Explosionsgehfahr wird weiter ignoriert

Die Zinsen werden steigen. Im Chart wird es deutlich, dass es bereits in 2019 zu einer Wendeformation gekommen ist. Jetzt wäre es die große Kunst einen Plan vorzulegen, wie diese ganze heiße Luft aus dem Ballon entweichen soll. Es gibt von keiner Stelle einen Plan und das macht es so gefährlich. In der Geschichte ist diese Situation einmalig. Die Riesensummen, die in wertlosen Anleihen schlummern verschärfen das Ganze noch. Wir halten uns vollkommen raus und stehen bereits auf der Gegenseite.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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