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Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Mit den steigenden Infektionszahlen klettern die Aktienkurse erst einmal weiter. Das hat mit unserer Alltagslogik, nichts zu tun. Börse ist unlogisch und verfolgt eigene Gesetze. Über 70 Firmen beteiligen sich an Forschungen zur Bekämpfung des Coronavirus. Am Ende wird ein Unternehmen oder eine Institution das Rennen machen. Sehr zuversichtliche Äußerungen kamen diesen Montag vom schwedisch-britischen Pharmakonzern, AstraZeneca. Bis zum Jahresende könnte ein Impfstoff zur Verfügung stehen. Das wäre wesentlich früher als bisher gedacht. Natürlich sind bis dahin, noch etliche Tests durchzuführen, Enttäuschungen bleiben möglich. Viele Marktakteure quittierten diese Meldung mit Käufen. Der deutsche Aktienmarkt wurde dadurch über 13.000 Punkte gehievt, in New York gingen die Rekordjagden in die nächste Runde. Aus Bewertungsgründen sind bei den Amerikanern, viele Kursniveaus nicht mehr zu rechtfertigen. Tesla allein ist derzeit höher bewertet als alle europäischen Autohersteller zusammen. Solche Ungleichgewichte sollten auf Dauer angepasst werden. Die Neuigkeit von der Impffront entfachte nun eine kleine Euphorie. Dies ist kein Wunder, da werden alle anderen Risiken sowie Fragezeichen ausgeblendet. Für die Menschheit wäre es aktuell das Größte, die Geisel Corona in den Griff zu bekommen. Es ist die Sehnsucht nach einem normalen Alltag. Ein richtiger Durchbruch in der Medizin würde ökonomisch alle Flügel freisetzen. Folglich wären die Aktienmärkte dann ebenso für den nächsten Schritt bereit. Derzeit feilt die Markttechnik am kurzfristigen Ausbruch. Bei Erfolg wäre der Weg Richtung 14.000 für den DAX frei. Dazu fehlt noch das Kapital, wir leiden weiterhin an geringen Börsenumsätzen. Bald wird in den Vereinigten Staaten gewählt, per heute liegen bei den Umfragen die Falschen für eine rosige Zukunft der Wertpapiermärkte vorn. Wir sind in diesem Umfeld nicht mehr mit der extrem hohen Aktienquote dabei, die Risiken müssen im Blick gehalten werden. Der Anteil an Aktienanlagen reicht weiterhin locker für eine überdurchschnittliche Depotentwicklung aus. Bei sich bietenden Chancen stehen wir wachsam auf der Käuferseite.

Angriff und Abbruch

Öl knackte jetzt 45 USD. An dieser Barriere wurde lange gearbeitet. Noch fehlt die endgültige Bestätigung für einen neuen Trend. Auch hier könnten Investoren bald auf die Impfstoffkarte setzen. Bei den Edelmetallen wird kräftig Luft geholt. Die letzte Rallye verlief zu schnell. Solche Übertreibungen werden dann deutlich korrigiert. Je höher ein Preis vorher klettert, umso stärker erfolgt im Nachhinein der Einbruch. Hier gelten dann doch die Gesetze der Physik. Am Trend ändert sich nichts, der nächste Anstieg könnte aber etwas auf sich warten lassen. Silber bleibt unter den Edelmetallen so oder so die interessantere Wette.

Zwei Marken gerissen

Der Bund-Future rutschte in kurzer Zeit unter 177, jetzt waren noch die 176 fällig. Damit verbunden ist ein minimaler Zinsanstieg. Für richtig Bewegung würde erst ein Bruch der Grenze von 170 sorgen. Das Geplänkel hält an, wir bleiben Zuschauer.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

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