Teilen

Börsenexperte Sören Weigelt berät Sie gerne rund um die Themen Börse, Aktien und Co. Schreiben Sie uns!

Im Verlaufe des Septembers haben die wichtigsten Indizes um 7,5 Prozent nachgegeben. Bei den amerikanischen Technologieaktien stand ein Minus von durchschnittlich 25 Prozent auf dem Papier. Dabei fiel der Deutsche Aktienindex Ende letzter Woche noch bis auf 12.340 Zähler zurück. Mit dieser Bewegung wurde das Rückschlagsrisiko bis 12.000 nicht ganz ausgereizt. Gleich am Montag darauf folgte das große Comeback. Mit anziehenden Umsätzen von 4,5 Mrd. Euro schafften wir fast ein Tagesplus von 3 Prozent. Es ist der 7. bis 8. Anlauf, um nach 5 Monaten Konsolidierung Richtung Norden auszubrechen. Im Oktober besteht die Chance, bei einem Überwinden der alten Höchststände, dem Markt vollkommen neue Perspektiven für die Zukunft zu geben. Hier geht der Blick der Investoren über den Tellerrand auf die Jahre 2021 sowie 2022. Trotz aller großen Unsicherheiten von heute wird der Markt alles daran setzen, die Möglichkeit einer robusten Konjunkturerholung in den kommenden Jahren, bald einzupreisen. Das letzte Quartal in 2020, ist an den Börsen mit Spannung kaum zu überbieten. So ganz nebenbei schreiten die Amerikaner in gut 4 Wochen zur Wahlurne. In der Historie wurde die Wall-Street durch dieses Ereignis immer beflügelt. Corona machte auch hier einen Strich durch die Rechnung. Am 3. November tritt bei den Präsidentschaftswahlen der Harmlose gegen den Schamlosen an. Die US-Börsen sollten im Anschluss mit der Version Trump besser klarkommen. Unter ständiger Beobachtung steht das Marktsentiment für mich. Damit ist die Gefühlslage der Anleger gemeint. Die Euphorie verflog im abgelaufenen Monat, der Pessimismus konnte wachsen. Für die perfekte Ausgangslage müsste die Schwarzmalerei noch größer sein. Bei den Analysten gehen die Kursziele zum Deutschen Aktienindex weit auseinander. Für die Angsthasen stehen 8.000 Zähler auf der Uhr, Zuversichtliche sehen 16.000 als realisierbares Ziel. Beide Werte sind Extreme, die Chance für den Ausbruch nach oben stellt für mich die höhere Wahrscheinlichkeit dar. Dafür müssen wir die 13.000 deutlich überwinden, damit würde dann das lang ersehnte Kaufsignal ausgelöst. Bis dahin wird es ein Kräftespiel geben, Fehlausbrüche gehören leider unweigerlich dazu. Mit unseren Aktienquoten profitieren wir sofort von diesem Szenario, die zuletzt geschaffene Liquidität liegt in Lauerstellung. Zur Erinnerung; der Durchschnitt der Deutschen besitzt lediglich 8 Prozent direkte oder indirekte Aktienanlagen. Der große Rest liegt sinnlos auf unverzinslichen Konten.

Sorgenkinder Rohstoffe

Hier ist erstmal an allen Fronten die Luft raus. Monatelang stand diese Anlageklasse im Scheinwerferlicht, jetzt ist Schattendasein angesagt. Für die Zukunft ist dies ein vielversprechender Ansatz. Große Zuwächse müssen lange konsolidiert werden. Der Ölpreis hatte sich vom Tief verdoppelt, die Edelmetalle waren Dauerbrenner. Mit dem leicht nach unten gerichteten Seitwärtsgezerre wird unsere Geduld auf die Probe gestellt. Im großen Bild sieht alles immer noch schick aus. Wir müssen damit leben, dass der jetzige Zustand noch eine Weile anhalten kann. Als Beimischung werden wir auf Rohstoffe in unserer Strategie nicht verzichten. Die Kursziele für die nächsten 2 Jahre sind noch lange nicht ausgereizt.

Wann kommt die Inflation

Die zahlreichen Ängste der Investoren lässt den Bund-Future deutlich über 174 verharren. Inflation ist zum Fremdwort verkommen, ein Wiederaufflammen hält kein Mensch für vorstellbar. Darin liegt aber auch schon die Gefahr. Die US-Notenbank nimmt seit Tagen dieses Vokabular immer wieder in ihre Stellungnahmen auf. Damit wird der Markt auf den phasenweisen Rückzug der Interventionen vorbereitet. Allein dadurch ist ein Comeback der Inflation möglich. Zudem kommt diese heimlich, still und leise. Unsere Beobachtung konzentriert sich auf die langfristigen Zinssätze.

Momentan muss man den Markt permanent neu Analysieren. Wir übernehmen diesen Job für Sie! Schreiben Sie uns einfach!

 

Zum Autor: Sören Weigelt verfügt über 25 Jahre Berufserfahrung in der Finanzindustrie. Seine Leidenschaft ist die Börse. Bevor er die Mitteldeutsche Vermögensberatung Weigelt & Co. GmbH gegründet hat, war er von 2006 bis 2011 als Vermögensverwalter und zusätzlich zwischen 2006 und 2008 als Mitglied des Vorstandes der Adlatus AG tätig. In den Jahren 2002-2006 verantwortete er als Geschäftsführender Gesellschafter die Vermögensverwaltung in der Adlatus GmbH. Er ist Mitbegründer der Adlatus GmbH. Als Wertpapierspezialist bei der HypoVereinsbank AG in Chemnitz betreute er von 1997-2002 ein Kundenvermögen von EUR 100 Mio. Zusätzlich war er zwischen 2000 und 2002 als Leiter der Wertpapierabteilung sowie als Stellvertretender Leiter der Vermögensanlage Sachsen tätig. Er führte ein Team von 40 Mitarbeitern in verschiedenen Filialen. Eine Auszeichnung als einer der erfolgreichsten Individualkundenbetreuer erfolgte im Jahre 2000 in Form eines Auslandsaufenthalts bei der HypoVereinsbank AG in New York. Sören Weigelt begann seine Karriere nach Abschluss der Lehre zum Bankkaufmann als Kundenberater (1991-1993) und im Anschluss als Individualkundenbetreuer (1995-1997) in der Bayerische Vereinsbank AG. Sören Weigelt verfügt über einen Abschluss der Bankakademie Frankfurt/M. als geprüfter Bankfachwirt. Er ist auch Vortragsredner und Kolumnist.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen